Tolles Turnier, tolle Atmosphäre, tolles Ergebnis

Vechta, 05.-06.08.2017 / VA**

So kann man das Wochenende wohl zusammenfassen. Erstmal vorab: Ein mega schönes Turnier mit wahnsinnig guten Bedingungen (riesige Abreiteplätze, toller Boden) und ich bin sehr froh, dass wir losgefahren sind.. auch, wenn es mit einem Pferd zu einer VA schon sehr aufwendig war. Aber es hat sich gelohnt! Ich schreib den Bericht heute mal etwas anders, weil er sonst vermutlich so übertrieben lang wird wie mein geplantes Follow Me Around für YouTube, für das ich über 1h aufgenommen habe 😀

Samstag

  • 04:45 – Aufstehen, restliche Sachen zusammenpacken, Brote schmieren, zum Pferd fahren
  • 05:45 – im Stall (Mama war schon früher da und hat eingeflochten), Alani & Nessi verladen (Nessi haben wir noch mitgenommen, damit sie sich das Ganze mal anschauen kann und nicht zuhause nicht bewegt wird…)
  • 06:15 – losfahren mit ein klein wenig Verspätung
  • 09:05 – Ankunft am Turnierplatz (Startzeit 09:59), ich checkte kurz die Wege und den Boden (Gras oder Sand wegen Stollen?, wo ist Abreiten, auf welchem Platz muss ich Dressur reiten, etc.), Mama holte ihn schon vom Anhänger. Das Abreiten und der Prüfungsplatz war auf Sand, sodass wir für die Dressur erstmal keine Stollen drehten.

  • 09:30 – Pünktlich aufs Pferd und abreiten.. so ein Abreiten hatte ich noch nie. Wahnsinnig viel Platz, eine entspannte Atmosphäre, selbst bei der Prüfung totale Ruhe, leise Musik im Hintergrund. Unsere A war etwas vor der Zeit, aber Alani war gut drauf und so war ich auch schon etwas früher fertig.
  • 09:59 – Dressur! Nicht so unser Steckenpferd, aber wir geben uns ja Mühe. Die Schwierigkeit dieses Mal bestand vor allem darin, dass die VA3 geritten wurde und ich diese Aufgabe noch nie geritten bin (außer 2x im Training vorher), d.h. sie sitzt auch nicht ganz so fest im Gedächtnis wie die anderen beiden und ich hatte schon etwas Furcht, dass ich sie vergessen könnte. 2 Pferde vor mir erstmal Totalausfall einer Reiterin, die die Aufgabe zwischenzeitlich garnicht mehr konnte.. und ich ging die Lektionen nochmal im Kopf durch. Parallel muss ich mich immer stark auf meinen Sitz konzentrieren, weil ich immer wieder gerne in alte Muster zurückfalle (Hände verdreht, Ellbogen weggestreckt, krummer Rücken, Augen aufm Pferdehals.. naja :/). Und dann soll Alani ja auch noch ordentlich laufen. Ich gab mein Bestes und war super zufrieden: Keine Patzer, immer wieder bemüht, vorwärts zu reiten, alle Übergänge ok, Rückwärtsrichten nicht gegen die Hand. Viereck verkleinern/vergrößern war etwas nörgelig an der Hand, aber ansonsten war ich echt happy. Wertnoten gab es ja noch nicht, aber ich war gespannt, wo wir landen würden bei 75 Startern ohne Teilung (d.h. Reiter wie Ingrid Klimke, Sandra Auffahrt und Frank Ostholt alle in einer Abteilung).

  • 10:05 – Umsatteln und Stollen drehen fürs Springen! Mama nahm das gute Pferdchen mit zurück, ich guckte mir den Parcours an. Und war verwirrt. Soo viele Sprünge auf dem Platz. Ich schaute mir 2 Reiter an und dachte wieder: Hää? Das ist aber ganz schön schwer für A. Bis ich dann mal kapierte, dass das ja A & L war und für die Sprünge 2 unterschiedliche Farben gewählt wurden, um sie zu unterscheiden. Ich bin dann doch rein in den Parcours, um einmal abzugehen, weil ich nur vom Zugucken nicht so recht schlau daraus wurde. Der A-Parcours war total in Ordnung, echt nett gebaut, man musste nur aufpassen, zwischen welchen Sprüngen man durchreiten musste, um zum nächsten zu kommen. Also eher der Weg war schwierig als die Sprünge.
  • 10:20 – Zurück am Anhänger war Alani schon fast fertig und ich konnte dann aufsteigen und Richtung Abreiteplatz Springen reiten. Da war es noch entspannter als bei der Dressur. Ebenfalls viel Platz, 3 Sprünge zum Abreiten (Kreuz, Steil, Kavaletti) und neben mir nur 2 andere Reiter, sodass es mit der Reihenfolge auch ziemlich easy war (die Reihenfolge im Springen ist beliebig, wer da ist, kann reiten)
  • 10:40 – Springen! Alani war ziemlich glotzig im Parcours. Schon vor 1 wollte ich an nem Sprung mit Wassergraben vorbeireiten, da macht er einen kleinen Satz zur Seite und zwischen 1 und 2 ging es zwischen 2 L-Sprüngen durch, da musste ich ganz schln nachhelfen 😉 Danach beruhigte er sich etwas, 3 und 4 kein Problem. Zur 5 kam ich fast etwas eng rum, aber auch die Kombination sprang er so weg. Ich machte etwas Tempo, weil ich wusste, dass man schnell Zeitfehler bekam. 6 etwas dicht und zu 7 einen weiteren Bogen genommen. Ich hatte bei dem Parcours eher Angst, dass Alani es nicht richtig ernst nahm, aber er gab sich echt Mühe. Dann kam nur noch 8 und 9, da kam ich gut hin und schon war ich fehlerfrei im Ziel! Coole Sache :))

  • 11:00 – Finish für den Turnierteil des Tages 😉 Und nun: Nessi. Bevor man richtig zur Ruhe kommt, lieber noch schnell Nessi reiten. Ich hatte mir gedacht, ich kann mit ihr ein bisschen Dressur auf dem Abreiteplatz Dressur reiten und dann noch zum Springen rüber und da ein paar Sprünge machen. Dann hat sie ganz viel gesehen und konnte überall mal hin. Das war ein guter Plan. Nessi wollte zwar nicht so Dressur gehen. Sie war auf dem ersten Abreiteplatz schon sehr aufgeregt und hat nicht so recht verstanden, was das alles soll. Und das macht es dann nicht unbedingt einfacher, sie zum loslassen zu kriegen. Da müssen wir noch einiges an Arbeit investieren, das war mir dann wieder klar und ich bin ganz froh, dass wir noch keine Vielseitigkeit mit ihr genannt haben. Beim Springen wiederum war sie voll da. Das ist einfach ihr Ding. Ist ihr dann auch egal, ob sie den Platz nicht kennt oder was auch immer. Mama musste die ganze Zeit am Rand dabei sein mit Alani, weil der ja leider nicht alleine aufm Anhänger steht, wenn der andere weggeht 🙁
  • 12:00 – Fertig mit Nessi, Pferde auf den Anhänger, kurz mal ne Runde Kaffee trinken & Crepe essen !!
  • 12:30 – Suche nach den Boxen, die auf einem Hof waren, der nicht so weit entfernt sein sollte. Der Hof war schnell gefunden (Luftlinie 500m) und dann fanden wir auch die Ansprechpartnerin, die uns die Boxen und einen Platz für den Anhänger zeigte. Alles chico. Die Pferde bekamen noch etwas zu futtern und standen dann schön entspannt und zufrieden in ihren Boxen. Genug für heute für die beiden.

  • 13:30 – Gelände Abgehen: Bewaffnet mit Handy, Kamera und Geländeskizze ging es dann ab ins Gelände. Auch das hatte sich seit dem letzten Mal, das ich bei dem Turnier war, deutlich verändert.. nicht nur der Platz, sondern auch, dass es ein weiteres Stück hinter der Anlage in den Wald ging. Aber ist auch ewig her, dass ich das letzte Mal da war (sicher so 8-9 Jahre oder so). Handy für die Streckenlänge, damit wir die Minutenpunkte machen konnten (nicht, dass das in einer A unbedingt notwendig ist, aber ich wollte gerne mal wieder mit Uhr reiten, auch als Vorbereitung für die VL in Osnabrück). Kamera für mein FMA, das die Geländestrecke festhält. Insgesamt ne tolle Strecke, nicht zu lang, einige Aufgaben drin, aber alles machbar und sehr liebevoll und mit Verstand gebaut. Ich guckte natürlich immer mal links und rechts auf die L und da hab ich doch ganz schön geschluckt und war froh, dass ich mich erstmal für die A entschieden hab, um Alani einfach die Chance zu geben, reinzufinden, zu gucken, wie er drauf ist, wie seine Kondition ist undsoweiter.. und das war wohl auch die beste Entscheidung. Denn wie sich im Nachhinein rausstellt, war die L wohl wirklich sehr schwer. 26 ausgeschiedene Reiter (inklusive denen, die vor dem Gelände zurückgezogen haben etc.), das ist doch ziemlich viel. Für die A würde die Zeit entscheidend werden, weil die Strecke ziemlich knapp ausgemessen war und es an vielen Stellen eher schwer war, die 500m/min wirklich zu reiten. Aber ich hatte meine Punkte und wollte versuchen, so nah wie möglich ranzukommen.
  • Am Ende des Geländes half ich noch einem Bekannten beim Abreiten fürs Springen und da erlebte man etwas, was auf normalen Dressur- und Springturnieren undenkbar wäre. Da es ja keine Reihenfolge fürs Springen gibt und da schon 5 Leute abritten, sprachen die Reiter sich untereinander total entspannt ab: „Willst du zuerst? Nee, okay, dann reitet er zuerst, dann du, dann ich.. und dann kann sie ja als 4. ist das ok für alle?“ – in solchen Momenten bin ich schon stolz, ein Teil der Busch-Family zu sein, denn das macht es aus. So ein kleiner Moment. Aber dieser sagt so viel darüber aus, was Buschreiten ausmacht!
  • 14:30 – Fertig! Erstmal ab ins Hotel und ein kleines PowerNap, Duschen und Entspannen.
  • Da bekam ich dann auch raus, dass ich -47,4 in der Dressur hatte, was voll ordentlich war! Als Zwischenergebnis auf dem 5.Platz, aber es kamen ja noch einige.
  • Viel passierte dann an dem Tag auch nicht mehr, weil wir doch echt fertig waren. Abends sind wir nochmal zu den Pferden, um das Futter für morgens fertigzumachen, kurz zur Meldestelle, um den TD zu finden und wir gingen den Waldteil des Geländes nochmal ab, um die Wege klar zu wissen.
  • Jaaa, Thema: Helmkamera und TD (Technischer Delegierter). Dieser entscheidet darüber, ob man mit Helmkamera reiten darf oder nicht. Bisher war es immer einfach. Selbst in Strzegom (da wollte er war die Helmkamera und dessen Befestigung einmal sehen, hat sie dann aber auch zugelassen). Diesmal telefonierte ich mit Karsten Humme, der mir dann erklärte, dass er vor einer halben Stunde mit dem Veranstalter darüber gesprochen hätte. Der wollte das nicht. Es gab also für alle keine Erlaubnis dafür. Hatte nichts mit der Kamera oder irgendwas zu tun, sondern vom Veranstalter aus. Keine AHnung warum, keine so richtige Begründung, aber ich versuchte auch nicht mehr groß zu argumentieren, weil wenn eine solche Entscheidung erstmal getroffen war, dann setzt man sich meistens nur in die Nesseln.. dann halt nicht. Schade, aber nicht zu ändern in dem Fall. Und wie gesagt: Mein erstes Mal, dass ich nicht damit reiten durfte.
  • Beinah vergessen: Das abendliche Warten auf die Startzeiten fürs Gelände. Da unser Gelände um 08:00 beginnen sollte, musste es abends noch Startzeiten geben. Das war ehrlich gesagt das einzige ärgerliche an diesem Turnier: Wir warteten und warteten. Die Prüfung war um 18:00 zu Ende und es gab keine Startzeiten.. nicht um 19, nicht um 20, nicht um 21:00. Meiner Mum riss dann irgendwann der Geduldsfaden und sie rief um 21:25 nochmal bei der Meldestelle an. Die natürlich erst nicht abnahm. Dann aber schon und ganz selbstverständlich sagte, sie wären doch online. Ja, um 21:28. Schon krass für diejenigen, die um 08:00 reiten mussten. Wie ich.. 08:18 Startzeit o.O

  • Mit den Startlisten kamen auch die Zwischenergebnisse online: Platz 20 nach Dressur (von 75 ja wohl total zufriedenstellend dafür, dass wir noch nicht wieder so gut im Training sind, was Dressur angeht) und Platz 15 nach Springen – die Nullrunde hatte mich gut nach vorne geboxt.

Sonntag

  • 06:20 klingelte der Wecker.. OMG.. schon wieder so früh.
  • 07:00 – Stall, gefüttert war schon, das sparte uns etwas Zeit. Leider kam dann der Schock des Tages: Der Anhängerschlüssel war weg. Ich hatte keine Ahnung, was ich damit gemacht hatte. Ich weiß noch, dass ich den Futtereimer rausgeholt hatte, dann wieder abgeschlossen.. und dann: Keine Erinnerung mehr. Nichts. Keinen blassen Dunst, was ich dann mit diesem Schlüssel gemacht hatte. Er war auf jeden Fall nicht dort, wo wir ihn sonst immer hinlegten. Ich war schon kurz vorm Aufgeben und dachte nur: Was für eine große große Scheiße. Verzeiht mir, aber so war es. Unfassbar, wie dämlich und trottelig man sein kann. Reicht ja nicht, dass alle Sachen im Anhänger waren, sondern auch vorne das Anhängerschloss war abgeschlossen, sodass wir nicht mal hätten einfach nach hause fahren können. Meine Mum ist dann losgefahren zum Turnierplatz, um irgendwas zu versuchen.. jemanden, der das vielleicht aufkriegt. Und sie hat es auch geschafft. Der Wahnsinn. Es kam dann jemand, der mit einem Bohrer die beiden Schlösser aufbohrte, sodass alles wieder ging. Ich sag doch, was wäre ich ohne meine Mum?
  • 07:35 – Ich hatte geputzt und Stollen gedreht (in der halben Hoffnung, dass sie wirklich so schnell jemanden finden würde), da hörte ich sie rufen: „Komm, Juliane, ich hab alles auf“ – ich also Alani geschnappt, rüber zum Anhängerparkplatz und fertiggemacht. Mich noch fertig angezogen und los gings.
  • 07:45 – Erstaunlich, aber wahr: Pünktlich eine halbe Stunde vor meiner Startzeit saß ich aufm Pferd. Nun einmal tief durchtatmen, Schock hinter einem lassen und konzentrieren aufs Gelände.
  • 07:55 – Beim Ankommen auf dem Gelände-Abreiteplatz (der große Sandplatz war nun ohne Viereck umfunktioniert fürs Gelände und es standen 5 Sprünge zum Abreiten da – was ein Traum!!) merkte ich, wie Alani innerlich aufblühte. Er sagte quasi: „Ahh, du hast es endlich verstanden, wir sind wieder da, wo ich hingehöre“, das war so deutlich spürbar, wie eohl er sich fühlte und wie er sich aufs Gelände freute.

  • 08:18 – Gelände! Whoop whoop, es geht los!! Rückennummer hatte ich dran, Airbag-Weste war eingestöpselt, Uhr hatte ich beim Start richtig gedrückt und schon ging die Reise los. Startbox ging sogar noch, das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. 1,2 war kein Problem, dann gings durch den engen Durchgang, zack, wieder Fahrt aufnehmen, riesengroß zur 3, aber alles im Rahmen. Dann in den Wald, vor 4 ein kleiner Schlenker, aber kein Problem, noch zu 4 zu kommen, dann stockte Alani einmal, weils in einer Kurve runter zum Wasser ging.. ich fing mich schnell wieder. 5a vorm ersten Wasser ging ohne zu gucken, durchs Wasser trabte er dann, 5b Kiste ausm Wasser – supergut, dann wieder flotter zu 6ab, 2 Bürsten im Wald, dann in einem Bogen zu 7 (da war mit Pferd echt wenig Zeit), ich nahm lieber einmal auf, damit er die 7, die komplett im Schatten lag, auch richtig einschätzen konnte. Dann aber wieder Galopp, 8 ausm Fluss, Kurve zu 9 (der Boden wurde in der Wendung tief, da war ich froh, dass ich so früh reiten konnte), 9 etwas dicht, aber ok, dann zu 10, das wurde etwas groß und bei schalen Elementen muss man aufpassen, aber Alani zog super mit und machte da keine Schwierigkeit draus. Jetzt Fahrt aufnehmen, denn bis 11 hatte man ein bisschen Weg. Aber zwischendurch wurde es so schmal, dass man nicht voll Speed da lang konnte. Meine Minutenpunkt bei 4 klappte super, zwischen 9 und 10 war ich schon etwas knapper dran. 11,12 war dann schon aufm Hauptplatz, da ging es mit Rythmus drüber, dann zu 13 (Absprung), nahm ich etwas auf, wusste aber, dass Alani da nicht groß gucken würde.. vorher piepte schon die Uhr und ich wusste, dass die letzte Minute jetzt lief und das sehr eng werden würde mit der Zeit. Ich ließ ihn also ordentlich gehen zu 14. Dann über den Hügel musste ich aufnehmen zu 15, weil er den recht spät erst sah. Ordentlich Galopp in der Wendung zu 16, aber dann aufnehmen, weil das ein ordentlicher Wasser-Einsprung war. Alani ließ sich garnicht beirren, er zögerte überhaupt nicht, sprang rein und dann war es etwas schwierig, weil man erst wieder ins Trockene ritt, dann wieder ein bisschen Wasser und 17, Wasser-Aussprung war nicht so easy. Ich wusste, dass die Distanz schwierig werden würde, genauso wars dann auch. Ich kam riesengroß und Alani rettete das Ganze mit einem großen Satz.. ich musste mich nur kurz wieder fangen 😉 Und dann war der Bogen zu 18 etwas größer als gewollt. 18,19,20 nahm ich dann aus vollem Rythmus, Alani hatte Spaß und wir kamen mit 04:11 min ins Ziel (03:58 war die vorgegebene Zeit), also total in Ordnung und nicht so viel drüber. 5,2 Zeitfehler. Und damit ein Gesamtergebnis von -52,6!!
  • Was mir im Gelände.. oder eher danach.. noch aufgefallen ist: Alani ist super fit! Hätte ich noch garnicht so erwartet. Die schlechte Nachricht dabei: Er ist auch fitter als ich! Ich hab gemerkt, dass ich ein bisschen was tun muss, damit ich mehr Kraft und mehr Luft habe auf der Strecke. Weil im A braucht er ja nicht so viel Unterstützung, aber in L und CIC* kommt das schon besser, wenn ich mehr tun kann.

  • 09:00 – Frühstück. Da wir im Hotel vor 07:30 nichts bekommen hätten, haben wir uns gedacht, wir können ja auch einfach nach dem Start Frühstücken (gibts ja bis 10:30) und so bin ich schön mit der weißen Reithose, Stiefeln und meinem Airowear-Shirt zum Frühtück ins Hotel gegangen 😉 Das war lustig.
  • 10:00 – Wieder auf dem Turnierplatz. Wir wollten rausfinden, wann die Siegerehrung stattfindet und wurden von der Meldestelle zum LK-Beauftragten geschickt. Der bestätigte dann, dass die Siegerehrung (wahrscheinlich) erst 17:00 sein würden. OMG – das wären für mich 9h nach Start des Geländes.. was für ein Irrsinn, wenn man noch 3-4h nach Hause fährt.. aber wir wollten wenigstens abwarten bis Prüfungsende (11:30), also erstmal in Ruhe Nessi.
  • 10:30 – Nessi fertigmachen & rüberreiten. Gut, dass Alani wenigstens in einer Box bleiben kann. Es waren noch andere Pferde auf der Stallgasse, sodass wir einfach den Versuch starteten, ob er ohne Nessi da bleibt oder durchdreht. Und das ging. Wie schön, weil es so völlig entspannt war und Mama nicht immer noch ein Pferd an der Hand führen musste. Ich ging mit Nessi auf den Abreiteplatz Gelände, so hatte sie die Chance, auch mal wieder ein paar Geländesprünge zu machen 😉 Und außerdem war sie in Todesfelde beim Abreiten so verwirrt von den Sprüngen, dass sowas nur gut sein kann. Es war deutlich spürbar, dass sie schon viel entspannter als am Vortag war. Wenn sie Plätze einmal gesehen hat, hilft das schonmal. Und auch die Sprünge waren kein Problem. Beim ersten war sie noch etwas unsicher, aber ich half mit Stimme etwas nach. Und dann gingen alle anderen Sprünge auch total entspannt. Und wie ihr auf dem Video später sehen werdet, auch nicht so übertrieben gesprungen. Das wird wirklich viel besser!!
  • 11:30 – Wieder zurück aufm Turnierplatz.. natürlich keine Siegerehrung direkt im Anschluss ans Gelände und wir versuchten den LK-Beauftragten wiederzufinden, um Dispens zu beantragen (ich wollte nicht, dass mir die Platzierung aberkannt wird). Den fanden wir nach längerem Suchen auch und er war super nett und genehmigte das. Noch schnell die Meldestelle informieren –> Oh, Ergebnisse sind schon draußen!! Platz 8 am Ende !! Wie coooool 😀 😀 😀

  • 12:30 Packen, Verladen & Abfahrt nach Hause!
  • 16:30 Ankunft zuhause (mit einem kleinen Stau und einem Stop an einer überfüllten Raststätte)

Sooo.. sorry für 3.000 Wörter. Meine Güte, da will man sich kurz halten und dann kommt trotzdem sowas bei raus. Es ist schon der Wahnsinn. Aber das Turnier war auch einfach toll, ich hab wieder so viel erlebt. Es war einfach ein schönes Miteinander, jeder hat jeden gegrüßt, alle sind in einem Bott, es ist die Busch-Family und das macht so einen Spaß! Da weiß ich wieder, warum ich das so liebe <3

Und natürlich Alani. Der ist einfach unbezahlbar und unersetzbar. Immer macht er mit, immer will er sein Bestes geben und ich war froh, dass ich ihm so eine schöne Spaß-Runde erstmal gegönnt habe und nicht gleich im L Unsicherheit reingebracht habe. Ich hab gemerkt, wieviel Freude er hatte und wie cool und easy er ins Ziel galoppiert ist. Er war schnell wieder bei normaler Atmung, hat auch nicht besonders viel geschwitzt und ist also bereit für größere Aufgaben!! In 2 Wochen steht in Osnabrück dann die erste VL wieder an und ich hoffe, wir können unsere gute Form halten!!

Seid gespannt auf das Follow-Me-Around auf YouTube. Das wird sicher genauso ausführlich (und lang) wie der Bericht hier! Nur in Bildern 😉

2 Kommentare bei „Tolles Turnier, tolle Atmosphäre, tolles Ergebnis“

  1. […] erste Etappe liegt bereits hinter uns: Das war am 05.-06.08. die VA in Vechta mit Alani! (Bericht & Video) Ihr fragt Euch vielleicht, warum VA? Aber ich hab mich damit einfach erstmal wohler […]

  2. […] stand auf dem Plan – dort bin ich letztes Jahr schon mit Alani geritten, zwar ein Turnier, das recht aufwendig für uns ist (mit Boxen, […]

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