Happy Birthday! 1 Jahr Blog. Ein kleines Fazit.

Heute ist es ziemlich genau (ungefähr) ein Jahr her, dass ich meinen Blog ins Leben gerufen habe. Was für eine aufregende Zeit. Und reine Unterschätzung der Arbeit am Anfang. Ich glaube, da wird mir jeder (Teilzeit-) Blogger zustimmen, wenn ich sage, dass man am Anfang die viele Zeit, die es benötigt, unterschätzt hat. Ich dachte mir so „Ach, Videos mach ich eh immer und einen kleinen Post, dann kann ich ja auch ein Blogger sein“ Hahahaha, was für ein himmelweiter Unterschied zu einem Blog, der nicht nur sich selbst trägt, sondern auch die Kanäle Facebook, Instagram und YouTube bespielen will.


Trotzdem macht es mir so unfassbar viel Spaß. Mit einigen Up and Downs, was die Präsenz angeht und den Schreibfluss, hab ich es durch dieses Jahr gebracht. Vor allem im Winter hatte ich doch ein bisschen Schwierigkeiten, die Zeilen aufs virtuelle Papier zu bringen… aber seien wir ehrlich: Reitsport im Winter ist ja auch nicht das Wahre. Im Sommer gibt es so viel mehr zu erzählen 😉 Von der Turniersaison mal ganz abgesehen, passieren auch so irgendwie viel mehr Dinge im Sommerhalbjahr und die Motivation ist eine ganz andere.

Um nicht abzuschweifen, nehme ich kurz mal Thema 1 auf: Die Ups des Blogs! Da gab es viele und ich muss kurz in mich gehen… gleich zu Anfang war ich geplättet, dass ich ein Interview geben sollte. Das war so kurz nach „Eröffnung“, dass es mich überrascht hat, dass mich überhaupt schon jemand kannte. Das Online-Magazin „Horsediaries“ stellte mir ein paar Fragen, die ich so gut wie möglich beantwortete und sie veröffentlichten das mit ein paar von mir gestellten Bildern. Da war ich vielleicht stolz <3

Dann gab es die Woche in Strzegom (Polen), in der ich jeden Tag aktuell bloggte und viel postete und war überrascht über die große Aufmerksamkeit und das Interesse, das mir seitens der Community entgegen kam. In der Woche erreichte ich so viel mehr Menschen und sie trugen mich quasi durch diese Erfolgswoche.

Ich erinnere mich außerdem an das nicht ganz so schöne Ereignis „Bundeswettkampf Bad Harzburg“. Aus Bloggersicht gab es da mehrere Dinge, die besonders waren: Zum einen durfte ich zum ersten Mal als „offizieller Berichterstatter“ für Buschreiter bloggen. Eine tolle und herausfordernde Aufgabe, weil ich nun nicht mehr nur meine Community zufrieden stellen wollte mit persönlichen Anmerkungen, sondern auch die People, die sich für Ergebnisse, Streckenverläufe und das Turnier an sich interessieren (und eben nicht so sehr für mich persönlich). Zum anderen, weil (wie viele wissen) es ja nicht besonders gut für uns lief, da wir im Gelände den Sturz im Wasser hatten. Was postet man in so einer Situation? Ich bin ehrlich… erstmal denkt man daran, einfach gar nichts zu veröffentlichen, weil man selbst auch enttäuscht und traurig ist. Aber das gehört zum Sport und Leben dazu und da ich wirklich bemüht bin, eine möglichst authentische Form meiner Selbst hier darzustellen, war es klar, dass ich auch dazu Worte finden würde. Das habe ich gemacht und der Artikel ist immer noch eine der meistgelesenen Artikel des ganzen Jahres. Mich haben so viele aufbauende Worte, liebe Genesungswünsche und einfach nur tolle Nachrichten und Kommentare erreicht, dass es mich umgehauen hat. Da war ich wirklich gerührt und so kann man wesentlich besser mit einer Enttäuschung umgehen als ohne den Blog.

Ein weiterer toller Moment war natürlich meine Teilnahme an den VR Classics. Die Veranstaltung hypte ich ohne Ende. Aber man muss sagen: Mit Eurer Unterstützung! Es war einfach unfassbar toll, wie die Posts dazu durch die Decke gingen und auch dieser (ewig lange) Artikel über den 16.2. (der mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird) ist immer noch der meistgelesene des Blogs. Außerdem merkte ich da erstmal, dass ich mich so langsam an die Begleitung der Kamera den ganzen Tag über gewöhnte und damit auch warm wurde.

Insgesamt geht es aber nicht nur um die Big Peaks der Webseite oder den zugehörigen Kanälen, sondern darum, was es mit mir als Mensch gemacht hat. Das hört sich jetzt sehr spirituell an, aber ich bin mir durchaus bewusst, dass ich durch die Arbeit mit der Community und den vielen Menschen, die ich dadurch kennengelernt habe, sehr viel offener geworden bin. Noch echter, noch ehrlicher, noch bewusster mit Medien und deren Verbreitung, mit „No-Gos“ und dem Gefühl dafür, eine Vorbild-Funktion zu haben. Es gibt jetzt doch einige, die sich daran orientieren.. was ich wie mache, wie ich mit meinen Pferden umgehe, ob ich immer einen Helm trage, wie ich mich bei Enttäuschungen verhalte und und und. Das macht es nicht immer einfach, aber es macht es bewusster. Man geht nicht mehr in der Masse unter, sondern ist schon jemand, auf den ab und zu geachtet wird. Es hat sich mittlerweile so entwickelt, dass ich auf Turnieren manchmal von „Fans“ angesprochen werde… eine völlig neue Ära, die ich nur schwer begreifen kann.. ich bin doch niemand berühmtes 😀 😀 😀 Aber die Mädels folgen mir auf YouTube, Insta oder lesen den Blog und sind dann total begeistert, mich in der echten Welt mal zu treffen (als ob man sonst nicht wirklich existieren würde). Selbst auf der Equitana in Essen gab es solche Situationen, was mich aus den Socken gehauen hat. Denn die Zahlen in den Follower-Bereichen sagen dir zwar, dass du eine gewisse Reichweite erreicht hast, aber doch realisieren tut man das nicht…

Diese Aufmerksamkeit bedingt dann aber auch noch mehr Arbeit: Man bekommt Nachrichten auf einigen Kanälen, bei denen ich sehr bemüht bin, alle zu beantworten, aber ich komme neben meiner Arbeit (leider muss ich noch Geld verdienen) kaum noch hinterher, die alle (zeitnah) zu beantworten. Leider müssen einige von Euch manchmal doch recht lange auf eine Antwort warten.. erst am Wochenende wollte ich mal die YouTube-Kommentare beantworten und nach 2h hab ich aufgegeben (und war nicht fertig). Einige hab ich sicher erreicht, andere aber leider nicht und da macht sich mein schlechtes Gewissen doch bemerkbar!

Klar zu diesem Thema muss ich auch die Equitana als bleibendes Erlebnis erwähnen. Ich weiß, dazu gab es keinen Bericht, weil ich ähnlich meiner Bloggerkollegin Ann-Christin einfach nicht wusste, wo ich anfangen sollte zu erzählen (sie hat es allerdings dann einfach gemacht). Es war so ein unfassbar traumhaftes Wochenende. Zum einen, weil ich 4 Blogger-Mädels sehr viel besser kennengelernt habe und es möglich war, eben nicht nur auf Whatsapp und allen Social Media Kanälen zu kommunizieren, sondern abends im Hotelzimmer mit einer Flasche Wein noch lustige Geschichten aus unseren Leben zu erzählen und zu hören 😉 Das hat sooo viel Spaß gemacht, obwohl sicher jede von uns vorher darüber nachgedacht hat, ob das wirklich eine gute Idee ist, mit 4 Fremden mal einfach so 3 Tage zu verbringen. Aber Mut wird manchmal belohnt und so war das Wochenende für uns alle wirklich der Sprung in eine andere Welt. Und für mich auch besonders schön: Wie ich oben schon erwähnt habe, gab es da echt Menschen, die mich erkannt haben. In Essen? Hä? Warum? Ich? Meinst du nicht Damiana hinter mir? Oder Saskia von BinieBo vor mir? Das war ein weiterer Aspekt der Equitana, der mich begeistert hat: Ich konnte viele der Blogger/Vlogger/Social Media Sternchen persönlich kennenlernen und mir so einen Eindruck machen. Persönlich ist eben doch noch mal ganz anders als in der virtuellen Welt. Und ich hab gemerkt, wie sehr ich in die Welt auch reingewachsen bin.. aber auch, wie viel es noch zu entdecken gibt.

Ich habe meine Liebe zum Schreiben wiederentdeckt, die irgendwie seit der Schule etwas verloren gegangen ist.. und gelernt habe ich auch eine Menge: ohne Ende Abkürzungen: FMA, Haul, Q&A und was kommentierte Prüfungen sind. Aber auch Instagram musste ich erstmal lernen.. was soll das eigentlich mit den ganzen Hashtags? Und dann kam auch noch der Spaß mit den Storys, die ich gefühlt ewig lange nicht kapiert habe.. Und die Verbindung von Insta und Facebook – soll man das nutzen oder sehen das dann alle doppelt? Naja, immer wieder Abwägen, Lernen, Ausprobieren und sehen, wie es funktioniert und angenommen wird. Das finde ich aber wirklich das Tolle an eigenem Blog: Man kann selbst entscheiden, was man wie und wann veröffentlicht und selbst, wenn man sich nicht sicher ist, kann man es einmal ausprobieren, man ist im Grunde keinem Rechenschaft schuldig außer sich selbst. Solang man sich damit wohlfühlt, was man aussagt, ist alles gut und richtig.

Was gibt es nun eigentlich noch zu sagen? Happy Birthday Blog! Ich wünsch dir alles Gute und freue mich, wenn Du mir noch lange erhalten bleibst! Ich habe noch viel vor und große Pläne mit Dir. Denn so einfach gebe ich mich nicht zufrieden. Manchmal bist du ein kleines Monster, das immer während nach Futter schreit und dem ich die meiste Zeit über nicht ganz gerecht werde. Mit der Masse an geplanten Beiträgen, Videoideen und Dingen, die ich erzählen möchte, könnte ich meine Zeit schon füllen. Leider ist diese meistens schon gefüllt – mit Arbeit oder Pferd.

Zum Abschluss noch einmal ein paar Zahlen:

  • 100.000 Aufrufe auf dem Blog erreicht
  • 11.600 YouTube-Abos (bald Gesamt 1.000.000 Aufrufe)
  • 7.800 Instagram Follower (ein Video mit mehr als 120.000 Aufrufen)
  • 2.100 Facebook-Likes

In einem Jahr doch gar nicht so schlecht? Wenn man es denn an Zahlen messen will 😀 Ich persönlich finde das zwar toll und unterstreicht auch den Wert der Arbeit, aber ich messe es lieber an den Beziehungen, die man aufbaut, den Erfahren, die man machen darf, die Erlebnisse, die man mitnimmt. Ein Jahr voller bunter Dinge. Und das steigert sich hoffentlich noch!

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