Endlich international

Luhmühlen !!!

2 Jahre habe ich nun darauf gewartet, endlich international zu starten, die erste CIC* zu reiten. Warum ich so lange darauf gewartet habe?

Eigentlich hatte ich schon 2014 den groben Plan, Ende des Jahres zum ersten Mal CIC* zu reiten. Der Plan war gut, die erste VL lief auch zu meiner Zufriedenheit, doch dann zog Alani sich leider eine Hufgelenksentzündung zu und musste erstmal einige Monate pausieren und sich erholen. Dann also im Jahr darauf. Alles lief gut und nach Plan, Rüspel sollte es werden.. und dann? Das Turnier fiel dem Wetter zum Opfer und wurde nach der Dressur abgebrochen. Und da es schon recht spät im Jahr war, konnte ich nicht umplanen. Dann also endlich dieses Jahr! Und so sollte es dann auch sein – nach dem Motto: Alle guten Dinge sind drei.

Doch zunächst sollte es garnicht Luhmühlen werden, sondern erst später, damit Alani genug Zeit hat, in die Saison zu starten.. Ich merkte nur in der VA in Segeberg, dass es ihn mittlerweile fast schon unterfordert und wir bereit für größere Aufgaben sind. Da passte Luhmühlen im April dann einfach super rein.

Ab ca. 1 Woche vorher war ich wirklich aufgeregt. Alles musste stimmen und war bis ins kleinste Detail geplant – die Schabracken, das Lederzeug fetten, die Liste, was alles mitzunehmen ist, der Trainingsplan und natürlich meine Motivaton! Und dann der Turniertag! Als erste CIC* gleich One-Day zu reiten, war natürlich eine Herausforderung.. aber Alani ist gut trainiert und ich wusste, dass das geht. Wir sind schon am Freitag zum Gelände abgehen hingefahren, damit ich mit mehr Ruhe am Samstag starten kann, wenn ich schon weiß, was im Gelände auf mich zu kommt.

Dressur lief sehr gut, auch wenn ich im Nachhinein sagen muss, dass ich doch noch 10min länger zum Abreiten gebraucht hätte. So war er im Gallopp nicht ausreichend vor mir und entwickelte nicht den Schub, den er im Training so zeigt. Ergebnis: 52,8 –> 22. Platz nach Dressur.

30min später Springen. Ich ging schon den Parcours ab, während meine Mum Alani umsattelte. Der Parcours war lang und dick aufgebaut, viele breite Oxer und eine Strecke, die man sich erstmal merken muss. Als ich zum Abreiteplatz kam, waren noch fast 20 Starter vor mir :/ Das war nervig, aber geht ja im Springen recht schnell. Alani war gut drauf und wir sind im Parcours super zurecht gekommen. Bei solchen Springen bin ich echt froh, dass ich mit dem Großen zwischendurch auch mal reine Springen reite, sodass wir dahingehend echt Erfahrung und Übung haben! 0 Fehler –> 14. Platz nach Springen.

Nach einer Pause und dem Versorgen des Pferdes bin ich dann nochmal die Geländestrecke abgeradelt. Das hilft. Irgendwie wird es beim zweiten Mal sehen immer kleiner, wie meine Mum sagt. Und das war auch so. Ich wusste, es ist machbar. Und es war machbar !! Alani war super motiviert vorm Start, in der Startbox aber ruhig. Dann hab ich mich auf meiner Uhr vertippt, sodass meine Minutenpunkte nicht mehr stimmten, aber ok – egal.. hab auf den Galloppstrecken einfach ordentlich Gas gegeben. Auch meine „Angstsprünge“ hat er so easy aussehen lassen, teils wie Cavaletti-Übungen. Dieses Pferd ist echt der Wahnsinn. –> 3,6 Zeitfehler

Gesamtergebnis dann 13. Platz mit 56,4 Minuspunkten!!

Was für ein Ergebnis bei dem ersten internationalen Start auf soooo berühmtem Boden!

Checkt auch den Videobericht dazu !!

Falls ihr Euch beim Video wundert… Mir ist das Vorderzeug bei Sprung 9 gerissen und das schlackert da die ganze Zeit rum o.O.

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