Das war der CHIO für mich

… alles neu

Ein verrücktes Gefühl, in einen Job reinzuspringen, bei dem man nicht weiß, was passiert. Was für Aufgaben genau auf einen zukommen, welche Menschen man treffen wird, wie die Tage aussehen werden. Ich kenne es in meiner Selbstständigkeit, dass immer mal wieder Jobs um die Ecke kommen, die eine Herausforderung bedeuten, aber beim CHIO in Aachen war das nochmal etwas ganz Anderes. Es hatte mit meiner Leidenschaft zu tun, den Pferden, dem Reitsport und irgendwie auch dem Blog. Denn darüber kam ja die ganze Idee erst. Ich wollte mich „nur“ akkreditieren“ lassen und hatte so meine Ideen, was man alles drumherum machen könnte. Vielleicht hier eine Hintergrundstory, vielleicht da ein Video mit dem und dem Reiter. Herausgekommen sind einige Telefonate und ein Treffen mit dem Pressechef und schon war ich ein Teil des offiziellen Social Media Teams. Eine wirklich tolle Chance, ein solches Turnier mal von einer ganz anderen Seite zu erleben.

… neue Bekanntschaften / vielleicht sogar Freunde ?

Wie viele neue Menschen ich kennengelernt habe! Das ist einfach der Wahnsinn. Nicht nur das tolle Presseteam um den CHIO vom Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV), sondern auch die 12 offiziellen CHIO-Blogger, einige Reiter und und und. Von den Bloggern/Vloggern/Social Media Sternchen hat ja jeder so sein eigenes Bild und das ist auch gut so. Denn ich konnte mir beim Kennenlernen auch meinen eigenen Eindruck holen – wer sich vielleicht ein bisschen hinter seiner (Internet-)Maske versteckt und wer natürlich ist. Dabei wurde ich auch das ein oder andere Mal wirklich überrascht. Mit meiner Idee eines kleinen „Bloggertalks“ hatte ich die Möglichkeit, mit allen mal (mit Kamera) zu sprechen und ihnen ein paar Fragen zu stellen. Da waren die Standard-Fragen wie „Wie gefällts dir beim CHIO? Was hältst du vom Konzept der Bloggerlounge? Wie heißt dein Kanal? Wie bist du dazu gekommen? Was erzählst du da so?“ dabei, aber eben auch meine spezielle Frage „Und… bist du schonmal Busch geritten?“. Das war superlustig, was für Antworten kamen und wie unterschiedlich die Mädels sind. Ich will nicht zu sehr vorweg greifen, denn das wird es aber auf jeden Fall noch als Video geben, aber von einer Nina, die selbst Busch reitet bis Linda, die zwar S-Springen reitet, aber niemals über einen Baumstamm springen wird bis zu Eva, die es nach einem Sturz nicht mehr versucht hat, war alles dabei.

Mit Harriet habe ich ein etwas längeres Interview gemacht, wobei es auch darum ging, wie man alles unter einen Hut kriegt und wie man allem gerecht wird. Das war für mich einfach spannend (sie macht das zwar hauptberuflich, hat aber nochmal mit ganz anderen Baustellen zu kämpfen), weil sie ähnlich wie ich, auch gerne jedem Kommentar oder jeder Nachricht aus der Community ordentlich antworten möchte, das aber oft einfach nicht schafft. Gut, sie hat wirklich noch etwas mehr Volumen, was das angeht 😉 Aber ich möchte hier auch nochmal betonen, dass sie die Fleißigste von allen ist!! Sie war meistens vor mir auf dem Gelände, hat abends bis spät in die Nacht im Pressezentrum gesessen und geschrieben oder geschnitten und und und. Obwohl sie ja noch ihre Mitarbeiterin Franzi dabei hatte, die ebenfalls so viel Arbeit reingesteckt hat. Es macht sich eben nicht alles von alleine, das fand ich beeindruckend.

Außerdem hab ich viel mit Annica gedreht/geredet/gelacht und sie voll in mein Herz geschlossen.. trotz ihrer Bekanntheit (und das ja nicht nur als Reiter und wegen YouTube und Instagram, sondern vor allem als Moderatorin – sie macht seit 7 oder 8 Jahren die Stadionmoderation für den CHIO) ist sie total normal, nett, lustig, macht Faxen und es macht einfach Spaß, sie kennenzulernen und mit ihr abzuhängen. Ich hoffe sehr, dass wir uns nicht wieder völlig aus den Augen verlieren und hier und da vielleicht sogar ein gemeinsames Projekt starten. Aber vielbeschäftigte Menschen zusammenzukriegen ist meistens ja nicht so ganz leicht.

… Fangirlmomente

Auch, wenn ich in ein paar Jahren an Aachen zurückdenken werde, bleiben viele viele Fangirlmomente!! Es gibt nicht viele deutsche Turniere, wo die Welt-Elite der Buschreiter (und auch aller anderen Disziplinen) zusammenkommt. Da laufen eben nicht nur Michi, Ingrid, Andreas, Kai, Bettina und solche deutschen Größen an dir vorbei, sondern auch Engländer wie Mark Todd, Australier wie Stuart Tinney, Chris Burton und Shane Rose. Solche Reiter mal aus der Nähe beim Abreiten für die Dressur oder beim letzten Training im Stadion zu sehen, ist der absolute Wahnsinn. Und nicht nur zu sehen, ich durfte auch mit Chris und Shane exklusiv sprechen in einem Interview. Ich hatte mich eigentlich nur mit Shane verabredet (danke an Janine vom ALRV, die das möglich gemacht hat!!) und er kam zwar etwas zu spät, brachte aber dafür Chris gleich mit und die Chance habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Auch, wenn das vielleicht für ein Interview nicht der aller kompetenteste Start ist, hab ich es mir nicht nehmen lassen, ein „Fan-Bild“ mit den beiden zu machen ;))))))

Und Shane ist (so wie ich es von den deutschen Buschreitern auch kenne) ein total netter Typ, auf dem Boden geblieben. Hat mir viel erzählt von seinem Zuhause, von seinen Pferden, von seiner „Stehauf-Männchen-Mentalität“, von seinem CP Qualified und noch mehr. Das gibt es aber in einem Extra-Bericht, sonst wird dieser hier absolut gesprengt. Ich habe mich jedenfalls meeeeeega gefreut (und war auch super aufgeregt), als die beiden vor mir standen und ich sollte mal eben ein Interview machen 😉 Mama hatte mir gottseidank mit den Fragen geholfen, da sie sich in der gesamten Vielseitigkeits-Szene noch besser auskennt!

Ein weiteres schönes Interview habe ich vor ihrem Gelände mit Leonie Kuhlmann geführt. Denn Leonie ist eine noch ganz junge Reiterin, die mit ihrer Stute Cascora zum ersten Mal in Aachen reiten durfte. Sie hat mir erzählt, was für ein tolles Gefühl das ist, wie geehrt sie sich fühlt und wie sehr sie ihrer Cascora vertraut. Das hat super viel Spaß gemacht, denn wir haben einfach ein bisschen geplaudert.

… Videos Videos Videos

Ja, viele viele Videos haben Kira und ich produziert. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich eng mit Kira von Oldenbeasts / Cara Mia und Noblesse zusammengearbeitet. Sie ist auf ähnlichem Weg an diesen Job gekommen und so waren wir ein Team für die Facebook-Videos. Wir kannten uns schon vorher von der Equitana, das war super und wir haben uns super gegenseitig unterstützt (hoffe ich ;)))). Hier noch ein paar Videos, auf die ich besonders stolz bin wie der Zusammenschnitt vom Nationenpreis und vom Geländetag der Vielseitigkeit:

Und natürlich das besondere Video! Mit Michael Jung auf der Geländestrecke!! Ich durfte mit ihm den ersten Wasserkomplex abgehen und hab genau zugehört. Von so einem kann man ne Menge lernen! Nachdem die Terminierung erst ein bisschen schwierig war, hat dann doch noch alles geklappt und wir hatten das Video im Kasten. Falls ihr es noch nicht gesehen habt:

Achja.. und beim Stöbern kommt noch so einiges mehr 😉 Auch mit Hans Melzer hab ich vorm Start gesprochen. Was er von Aachen erwartet. Und im Nachhinein kann man nur sagen: Die Taktik ist wohl aufgegangen! Sieger in Einzel- und Mannschaft, besser hätte es ja nicht laufen können.

Sehr lustig war auch die Idee, der lieben Lisa Fundis (Pflegerin von Philipp Weishaupt) eine GoPro umzuschnallen. Da wir ja nicht in den Stalltrakt reindurften (die Regeln waren super streng und nur eine sehr kleine Auswahl hatte immer Zugang zu den Ställen), mussten wir uns was ausdenken, dass wir trotzdem einen Blick hinter die Kulissen erhaschen konnten. Und so sprachen wir mit Lisa, ob sie sich vorstellen könnte, eine Stunde mit einer GoPro vor der Brust rumzulaufen. Und sie sagte sofort zu – besonders toll war dabei aber, dass das Pferd die Prüfung sogar gewonnen hat!! Wir haben demnach sogar noch ein bisschen Glück gebracht!

… dem ALRV-Präsidenten Instagram erklären

Auch eine witzige Anekdote des CHIO 2017. Einen Vormittag kam der Präsident Carl Meulenbergh in die Bloggerlounge und wollte mal ein bisschen erklärt haben, was das eigentlich alles ist, warum man das macht, ob man damit Geld verdient und wie das eigentlich alles funktioniert. Ich fand das ziemlich beeindruckend, dass ein 73-jähriger Mann, der es nun wirklich nicht nötig hat, sich für die neuesten Trends interessiert (oder zumindest versucht, sich darüber zu informieren). Da ich eigentlich garkeiner der 12 offiziellen Blogger war, fragt ihr euch jetzt sicher, was ich da mitten in der Mitte gemacht habe. Das war so: Der Präsident kam ein bisschen zu früh zu dem ausgemachten Termin und keiner der Mädels war schon am Start. Kurzerhand haben Kira und ich daher die Einleitung übernommen und Herr Meulenbergh konnte uns seine ersten Fragen stellen. Alle anderen kamen dann nach und nach hinzu und Lisa (von Milan&Evasor, My Horse Diary) erklärte, wie Instagram funktioniert. Er hat jetzt einen aktiven Instagram-Account und folgt zumindest all denen, die an dem Vormittag vor Ort waren 😀

… Materialschlacht

Fast 1 Terabyte Material habe ich produziert. Klar, das meiste ist für die CHIO-Videos gemacht worden, aber einiges habe ich auch rechts und links noch eingefangen, um es für mich und meinen Blog/YouTube zu nutzen. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, wie ich das alles verarbeite. Da könnte es zum einen ein reines Outtake-Video geben (was dann sehr lustig wäre, weil Menschen einfach zu lustigen Dingen neigen, wenn die Kamera erstmal läuft) und dann könnte man ein schönes Highlight-Video machen mit den tollsten Momenten und Szenen. Ja.. und ein Blogger-Video (wie oben schon erwähnt habe ich alle mal nach ihrer Vielseitigkeitsreiterei gefragt) und.. jaa, wie kriegt man das jetzt alles irgendwie zusammen ohne 5 Videos zu machen und das alles möglichst morgen?? Haha, tolle Planung, Juliane, kann ich nur sagen. Aber das wird schon. Mir fällt da schon noch das Passende ein.

… lange Tage

Ja, auch das war der CHIO für mich. Augenringe, lange Tage, viel Arbeit, viel Organisation, viel Gerenne, platte Füße. Aber es hat sich gelohnt. Egal, ob man jetzt ein paar Tage braucht, um wieder in der realen Welt anzukommen und vor allem den Schlaf nachzuholen. Es war toll und ich hoffe, dass ich das im nächsten Jahr wiederholen und vielleicht sogar ausbauen kann!

Ich hoffe sehr, dass Euch der Bericht so gefallen hat. Ich habe ein bisschen überlegt, wie ich das machen kann, damit das Ganze nicht zuuuuu lang wird und trotzdem für Euch interessant bleibt. Sicher habe ich noch mehr erlebt, noch mehr Eindrücke gesammelt, aber wenn ich diese jetzt versuche, chronologisch Tag für Tag runterzurattern, wird es vermutlich für mich zu lang und für Euch dann auch langweilig. Daher habe ich gedacht, ich fasse einfach die ganze Zeit in bestimmte Kategorien zusammen. Bleibt auf jeden Fall dran, wenn meine Videos auf YouTube kommen, denn wie gesagt, gibt es auch da noch ne Menge zu vearbeiten..

Ein Kommentar bei „Das war der CHIO für mich“

  1. […] / Social Media Stars in Kontakt gekommen und hab einige Fotografen kennengelernt. Vor allem beim CHIO konnte ich viele von den anderen Mädels kennenlernen und es ist für mich toootal spannend, zu […]

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