Messe… und meine erste „Blogger“-WG

Das letzte Wochenende (8.-9.12.2017) hatte es in sich. In meinem Post vom Sonntag hab ich schon einiges erwähnt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich müsste doch nochmal etwas länger ausholen. Auch, wenn viele Dinge sich vielleicht gerade noch finden, will ich ein bisschen mehr Einblick geben als die paar Zeichen auf den sozialen Medien.

Zunächst einmal die Messe: Ich muss gestehen, die Pferd und Jagd steht irgendwie jedes Jahr auf meinem Zettel. Aus dem einfachen Grund, dass Hannover nicht wirklich weit ist. Das heißt, dass sich selbst ein Tagestrip ohne Übernachtung eigentlich lohnt. Es ist eine recht große Messe, es gibt alles, was das Herz begehrt, die Gänge sind aber breit und wenn nicht gerade Samstag ist, kann man sich eigentlich normal bewegen. Für mich gab es dieses Jahr nicht so viel Zeit, mehr von der Messe zu sehen. Aber ich bin glücklicherweise nicht so der Shopping Typ und brauchte auch nichts. So reichte es mir, ein paar Mal in die Show Arena zu gucken (Indoor am Freitag und ein bisschen S-Springen am Samstag), ein bisschen durch die Gänge (immerhin habe ich einen Sattelgurt gekauft) und für stolze 17€ ein Jägerschnitzel mit Bratkartoffeln zu essen.

Dann die Menschen: Egal, wie groß die Messe ist, man trifft trotzdem immer Menschen, die man kennt. Man braucht also keine Angst zu haben, wenn man alleine hinfährt, dass man auch alleine bleibt. Zumindest ist das bei mir so! Ich habe ein paar Bekanntschaften von Instagram getroffen – hört sich blöd an, ist aber so und ich habe mich wirklich sehr gefreut. Über Fabienne, mit der ich die Indoor geguckt habe, die viele tolle Busch-Fotos von Anna Siemer gemacht hat und mit der ich auch unbedingt mal Fotos machen will. Wahrscheinlich klappt das erst wieder in der grünen Saison, aber dann bestimmt 🙂 Dann habe ich meine liebe Annica noch getroffen, mit der ich über unser Projekt gesprochen habe und ansonsten haben wir nur Blödsinn gemacht.

Am Samstag gabs dann noch meine Blogger-Kollegin Ann-Christin und ihre Gang, mit der ich eigentlich schon am Freitag zusammen fahren wollte – die aber dann feststellte, dass sie noch einen unverschiebbaren Termin hatte (Planung, meine liebe, Planung! – Der Seitenhieb muss sein). Und ganz unerwartet traf ich auch noch Franzi von fs_bildpoesie, die ich das letzte Mal beim CHIO Aachen getroffen habe. Auch mit ihr gibts vielleicht demnächst (endlich / hoffentlich) mal ein Projekt.

So.. und nun das, worauf ihr alle wartet: Der Bericht der „Blogger“-WG. Ich schreibe Blogger extra in Tüddelchen, denn es waren nicht alles Blogger und ich möchte nicht, dass sich meine Kollegen vielleicht angegriffen fühlen. Besser wäre Influencer/Social Media-WG. Aber das hört sich immer so komisch an. Und der Oberbegriff Blogger hat sich eh schon längst irgendwie für alle durchgesetzt. Unter der Flagge der „Sisters of Barn“ haben wir uns alle zusammengefunden bzw. Scarlett (Soulhorse), Coco (Foxxteufelswild) und Jasmin (Winne und Jasmin) haben uns gefunden und als Gruppe vereint. Was sind nun die Sisters of Barn und was soll das alles? Gute Frage und berechtigte Frage. Nach der Reiter WG, dem Red Pony Club und den anderen (gabs noch mehr?) fragen sich nun viele, ob jede Messe nun eine anders benannte WG haben muss. Nein, das ist nicht der Sinn bzw. das Ziel unserer Gruppe / WG. Wir wollen was anderes. Wir wollen mehr. Es soll mehr sein als eine Zusammenkunft von Reitermädels, die Social Media Kanäle haben und nun einen geselligen Abend verbringen. Wir wollen nicht nur lustige Livestreams machen, uns selbst darstellen und Produkte vorstellen. Ich will das nicht gegenüberstellen, denn ich war bei den anderen nicht dabei. Ich kann nur sagen, was unsere Idee hinter dem Ganzen ist. Wer „wir“ alle sind bzw. wer alles bisher dabei ist, könnt ihr auf unserer offiziellen Facebook und Instagram Seite nachschauen.

Dieses Pferd-und-Jagd-Wochenende war nur der Anfang. Wir konnten uns alle kennenlernen, miteinander sprechen und lernen, wie die anderen drauf sind und um was es bei den anderen geht. Um eine Basis zu schaffen, mit der wir weiterarbeiten können. Denn, wenn man sich nicht kennt, kann man auch kein Vertrauen untereinander aufbauen. Und das ist, gerade wenn es um Social Media geht, unverzichtbar. Niemand öffnet sich da jemandem gegenüber, dem er kein Vertrauen schenkt. Um uns „Influencern“ zu helfen, hatten wir eine Journalistin dabei, die die richtigen Fragen stellt. Ich habe mich recht lange mit Bianca (der Journalistin) unterhalten und fand es super spannend, was sie mit ihren Fragen auslöste. Thema Positionierung, Ziele, Kooperationen, Willen, Spaß und viele andere wurden da angeteasert und somit hab ich nun ne Menge zum Drüber nachdenken.

Und genau das sollen die Sisters of Barn bringen: Mehr Inhalte, mehr Miteinander, mehr Austausch und besserer Umgang mit der Presse. Ob und wie das gelingen kann, werden wir in Zukunft sehen. Ich jedenfalls finde, dass unser Wochenende viel Potenzial hatte zur Verbesserung einiger Themen. Und außerdem gab es einen sehr lustigen, langen, informativen Abend am Freitag voller neuer Freunde. Lena und Nadine hab ich besonders lieb gewonnen <3

Die Bilder sind von Marvin und Memo von Equi.mgmt, die uns fleißig mit Foto&Video unterstützt haben.

3 Kommentare bei „Messe… und meine erste „Blogger“-WG“

  1. […] auf Messen – an die sich dann doch kaum jemand hält – und dann noch die Sisters of Barn. Und natürlich das Verhältnis zur Presse, das extrem gelitten hat. Spätestens seit der SPOGA im […]

  2. Ich komme ehrlichgesagt bei den „ganzen“ WGs, Gruppen und Netzwerken auch nicht mehr so richtig mit und sehe so etwas auch realtiv kritisch. Es hat halt schnell etwas von „andere ausschließen“ und „sich abheben“, auch wenn es das vermutlich gar nicht sein soll. Ich glaube, es gab aber auch einfach zu wenig Aufklärung über die jweiligen Gruppen/WGs, weshalb ich mich mit dem Thema gar nicht weiter beschäfitgt habe. Da treffen sich bekannte Pferdeblogger und unterhalten sich (worüber auch immer). Dass es hier wirklich um Marketing, Zusammenhalt usw. ging, lerne ich jetzt gerade erst aus Deinem Beitrag.

    1. Hey Vanessa,
      Da hast du (leider) recht. Die Veranstalter nehmen das etwas auf die leichte Schulter und meistens passiert nicht die Vorarbeit und Orga, die es vielleicht gebraucht hätte. Ich als „Teilnehmer“ bin ja dann auch nur Teil des ganzen und kann die Arbeit nicht übernehmen. Aber mal gucken, was draus wird oder was sich noch ergibt 😉

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