Was vom Tage übrig blieb

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Tag 5 – Siegerehrung und Heimfahrt

Soo, der letzte Tag meiner kleinen Bericht-Reihe. Dieser Tag war etwas verwirrend. Zunächst hieß es ja, dass die Platzierung erst um 14:30 sein sollte, was ja ziemlich hart war, denn ich war ja gestern schon um 12:12 Gelände geritten und hatte damit meine Prüfung beendet. Einen ganzen Tag dann auf die Siegerehrung zu warten, war schon ziemlich daneben, vor allem im Hinblick darauf, dass wir ja auch 8-9 Stunden Heimfahrt vor uns hatten. Aber ich war ja nunmal TOP 10 Platzierung, die wollte ich auf diesem internationalen Event dann auch mitnehmen und damit das Erlebnis vervollständigen. So war der Plan.

Morgens holten wir Alani dann also einmal raus zum kurzen Longieren – quasi nur kurzes Jogging – er lief richtig klasse, schön locker und zeigte kaum Muskelkater. Dann gönnten wir uns noch ein bisschen „Sightseeing“ bei der langen 2-Sterne-Prüfung, in der auch Andreas Ostholt um 10:03 startete. Er machte das gottseidank richtig klasse! Nachdem wir gestern in der kurzen 2-Sterne so viele Stürze am Wasser sahen, waren wir froh, dass sie den ersten Einsprung tatsächlich entschärft hatten und nun deutlich mehr da heil rüber kamen. Andreas machte das natürlich bravourös mit dem recht unerfahrenen Pferd und kam auch super ins Ziel.

Danach gingen wir dann wieder zu Alani, um ihn zu waschen und im Schatten grasen zu lassen, denn es war wieder so warm wie gestern und dadurch wurde es gegen Mittag immer drückender. Meine Mum war derweil kurz an der Meldestelle, um wegen der Platzierung zu fragen.. da hieß es dann: Es sollen nur die ersten 3 erscheinen. Ohne Pferd. Na toll.. und deswegen warte ich extra ?? Dann fragte sie nach dem Abrechnen und der Schleife.. Ja, das dauert wohl noch eine Stunde. Hä? Verwirrung.. Wenn du zur Platzierung nicht kommen sollst/darfst, dann musst du doch wenigstens die Möglichkeit haben, nach Hause zu fahren..  Naja, ich bin dann ein paar Minuten später nochmal hin und stellte die gleichen 3 dummen Fragen. Ja, zur Platzierung nur die ersten 3 und nein, Geld erst in einer Stunde. Schleife wüsste sie garnicht.

Mum und ich entschieden uns also, schonmal zu packen, den Hänger anzuhängen, etc. und dann 12:30 pünktlich in der Meldestelle zu sein (1h später), um dann auch loszukommen. Denn mit der langen Heimfahrt im Nacken war es immernoch besser, um 13:00 loszukommen als erst um 15:00. Gesagt, getan. Um 12:30 gab es natürlich immernoch kein Geld. Ich war aber so beharrlich, dass sie es vorantrieb. Sie rechnete dann ab: 28€ sind noch für MCP-Gebühr zu zahlen (in Deutschland 16-19€ 🙁 ) und 30€ ist mein Gewinngeld. Wuhuuu.. 2€ – ist das, was vom Tage übrig blieb. Auf nochmalige Nachfrage nach der Schleife (ich meine, für mich hat sie einen echten Wert!) sagte sie, die würde es wirklich erst NACH der Platzierung geben. Ok, sorry.. aber wegen der Schleife warte ich jetzt nicht noch 2,5h. Der arme Alani will ja auch irgendwann zu Hause ankommen, und das möglichst nicht erst Mitternacht. Ich fragte also Hans (Melzer), ob er das netterweise mitnehmen könnte 😉 Denn ich sehe ihn noch ein paar Mal dieses Jahr und dann hab ich die Möglichkeit, sie doch noch zu bekommen.

Nachdem das alles geklärt war, luden wir also auf und fuhren los. An der Wettergrenze, zwischen Sturm, Blitz, Sonne – von 34 Grad in Polen zu 19 Grad in Schleswig-Holstein 😀 Nach 8 Stunden kamen wir an (eben ohne die Buckelpiste vom Hinweg, denn die Gegenspur war ja schon saniert), stallten ein und Alani war happy. Ich auch. Alle sind heil da 🙂 Schade war das schon mit der „verhunzten“ Siegerehrung, denn man geht trotz toller Leistung ohne Händedruck und Schleifchen nach Hause, aber das ist eigentlich auch das einzig negative, das ich über dieses wunderbare Turnier sagen kann. Also, wer jemals die Chance hat, da hin zu fahren – auch als Amateur – es ist die Reise auf jeden Fall wert !!!

Fotos von equipe-foto.de –> Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung, die Bilder sind superklasse!

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