Schwierige Bedingungen

Rüspel !

Jaaa.. wie soll ich diesen Tag beschreiben? Es war alles in allem sehr durchwachsen – undzwar sowohl von unserer Leistung als auch von allem Drumherum. Aber fang ich kurz mal vorne an. Zur Dressur kamen wir schon etwas knapp. Nicht, weil ich schlecht gerechnet hatte, sondern wiedermal einige Dinge, die eben auf so einer 100km Strecke passieren.. erst keine Tankstelle, dann abgefahren, dann eine völlig überfüllte gefunden, wo man ewig warten musste und auf der Landstraße später natürlich noch der Träker vor einem.. naja. Also, dann hat man in Rüspel ja den sehr weiten Weg zu den Turnierplätzen. Da fährt sogar ein Shuttle für die, die laufen müssen und nicht zu Pferde sind.. Aber auch mit Pferd braucht man sicher 10min nach hinten. Dann kam ich zur Dressurtafel und hatte noch genau 1 Pferd vor mir. Eigentlich hatte ich noch mind. 16min Zeit zum Abreiten, aber sie hatten wohl morgens nochmal die Startzeiten geändert, was natürlich in meinem Fall echt worst case bedeutete und mich wirklich ärgerte. Wenn der Tag so anfängt, ist es insgesamt halt auch sehr schwierig 😉

Naja. Dressur war dann natürlich dementsprechend schlecht. Keine Losgelassenheit. Und jetzt kommt das Hauptmanko dieses Turniers: Die Bremsen. In Norddeutschland ist man ja kaum welche gewöhnt, wenn mal 3-4 da sind, sind es schon viele und die „Plage“, aber in Rüspel ist das an einem Bein. Die hängen überall und ärgern die Pferde zu Tode. Das geht einem selbst dann natürlich auch irgendwann so auf die Nerven und Psyche, kaum zu ertragen. Vor allem nicht mit einem Pferd, das sich soo sehr darüber aufregt und kaum noch zu händeln ist. Teddy ist leider so. Er ist sehr empfindlich und hat sich dann auch nicht mehr im Griff. Die gesamte Aufgabe lang hat er sich nur geschüttelt. Was soll man da bewerten? Naja, Ende des Lieds: 6,0 = 60er Dressur. Damit kann man in meiner Abteilung natürlich keinen Blumentopf mehr gewinnen 😀

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Ab zum Springen.. da tat sich dann das nächste Problem auf. Durch den anhaltenden Regen der letzten Wochen war der Springplatz quasi schon sehr tief an einigen Stellen. Der Veranstalter hat immer wieder gewalzt, auch den Abreiteplatz, aber bei so vielen Pferden (auch am Mittwoch und Samstag ja schon), da gibt jeder Boden irgendwann auf. Man versank quasi an einigen Stellen regelrecht und die Pferde hatten Mühe, die Linien zu halten. Ich hab versucht, im Springen ein bisschen neben den Hauptlinien zu reiten, damit Teddy irgendeine Chance hat. Und da hat er sich auch Mühe gegeben und kam mit 0 raus.

Dann hatten wir viel Zeit. Sehr sehr viel Zeit. Ich war um 11:50 Dressur geritten und meine Startzeit im Gelände war 17:39 o.O. Oh man.. Dann also erstmal gemütlich essen, trinken und Gelände abgehen. Bei meiner Rangierung gab es natürlich auch die Überlegung, ob man sich die Geländerunde schenkt und einfach nach Hause fährt. Nachdem Teddy nach dem Springen – auch mit Abwaschen etc. – echt lange gebraucht hat, um runterzukommen. Die Bremsen machten den echt total kirre und verrückt. Ich wollte mir das Gelände aber wenigstens angucken. Bin also abgegangen, 1.800m bei 500m/min. Easy zum Abgehen, nachdem ich mittlerweile die 3,5km von Alani gewohnt bin 😀

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Das Gelände war schön gebaut, nicht so dick zum Springen, ein paar Aufgaben, auch technisch und Graben und was zum Gucken. Also schwierig für Teddy Glotzkugel. Aber ich dachte, ach komm.. als Trainingsrunde kann er das gehen, jeder Sprung gibt Kraft 🙂 Und dann warteten wir.. und warteten.. Währenddessen ging dann noch ein Sprung kaputt, der repariert werden musste und sie mussten wegen eines Sturzes die Prüfung unterbrechen.. wir hatten dann mitterweile 40-45min Verzug. Natürlich nicht so schön. Einige verzichteten, einige ritten dann einfach, wann sie fertig waren. Es war etwas chaotisch, aber die Frau auf dem Abreiteplatz hat das gut gemanaged. Ca. 18:20 bin ich dann auch auf die Strecke gegangen und Teddy fühlte sich frisch und gut an. Über 1 kamen wir schonmal rüber (yeay! Denn auch diese 1 war wie vor 2 Jahren wieder schwierig für die Pferde, quer über den Hauptplatz erstmal von allen weg) – 2,3,4,5,6 alles easy und kein Problem. 7 war dann so eine „Baustelle“, die mit rot-weißen Absperrzäunen „geschmückt“ war.. fand Teddy garnicht so toll, hab ihn über den Sprung aber noch rübergedrückt. 8 war ein Tisch, das ging auch gut. Und dann kam 9, der Graben. Es war etwas schwierig, weil die Pferde über den Weg rübermussten und dann quasi über den Graben wieder auf den Hauptplatz springen sollten. Und das ganze aus der Kurve, also nicht viel Zeit zum Gucken oder Überlegen. Das passte Ted natürlich garnicht, der machte auf dem Weg erstmal eine Vollbremsung, als er gesehen hat, dass es ein Graben war und da hatte ich auch wenig Chancen -.- Beim zweiten Mal ging es aber (der Depp) und Wasser, der schmale runde Pömpel und auch die letzten Sprünge waren alle kein Problem. Naja, dann haben wir natürlich noch ordentlich Zeitstrafen bekommen (13), was aber ja auch völlig egal war. Wir hatten eh nix mehr zu gewinnen.

Mein Fazit: Rüspel hatte es dieses Jahr nicht leicht.. mit dem schwierigen Wetter, dem tragischen Todesfall des zweiten Vorsitzenden kurz vor Turnierbeginn und auch technischen Ausfällen, vielen Stürzen etc. Aber einiges haben sie auch schleifen lassen  oder waren dem Andrang nicht gewachsen. Ab Mittags gab es kein Wasser mehr auf dem Anhängerparkplatz, die Toiletten waren naja.. nicht versorgt mit Nachbedarf.. dann leider die ganze technische Herausforderung, dass es für die A erst am Abend vorher um 21:30Uhr die Startlisten gab und auch insgesamt war die Stimmung gedrückt durch diese ewige Warterei. Wer zudem ein fliegenempfindliches Pferd hat, dem kann ich von dem Turnier nur abraten, denn kein Fliegenschutzmittel der Welt kann da etwas gegen ausrichten. Sobald die Pferde anfangen zu schwitzen, ist es auch vorbei und die Bremsen kommen schlimmer als zuvor. Ich war die letzten beiden Jahre immer gerne da, letztes Jahr hatten sie ja leider auch so Pech mit dem Wetter, da musste das Gelände abgebrochen werden, weil es einfach nicht mehr bereitbar war und vor 2 Jahren war es supergut, da lief Alani seine erste VL.IMG_9180

Ich habe Euch ein kleines FMA zu alldem gedreht :)) Das kommt dann die Tage online und ich freue mich schon auf Eure Klicks und Comments!!

Gute Nacht, ihr Lieben!!

Fotos sind teils nicht von Rüspel 2016. Ich hatte nur keine Bilder von Rüspel, da ich ja nur gedreht habe 😉 Vielleicht folgen später Bilder von Fotografen.

2 Kommentare bei „Schwierige Bedingungen“

  1. Hanna Kazmierczak sagt: Antworten

    Hallo,
    ich wollte nur einmal sagen das ich es total schön finde wie Du schreibst *-* …
    Außerdem habe ich Dich gestern in Rüspel gesehen 😀 Meine Schwester ist im A die Abteilung vor Dir geritten.
    Die Bremsen waren echt der absolute Horror :-(. Cassaro ist echt durch gedreht.
    Als Du abgegangen bist, saßen meine Schwester, meine Mutter und ich am Wasser. Als du vorbeikammst wussten meine Schwester und ich nicht ob wir Dich vielleicht nicht mal ansprechen sollten. Wir wollten Dir Viel Glück wünschen 🙂 . Aber Du warst so konzentriert… Das wird uns dann nicht getraut haben.
    Naja beim nächsten mal vielleicht xD
    Liebe Grüße Hanna Kazmierczak

    Von Samsung Galaxy Smartphone gesendet//Instagram @ride.to.the.universe

    1. Hi Hanna 🙂
      Vielen Dank!! Ihr könnt mich natürlich ansprechen ;)) ich war ehrlich gesagt ganz überrascht, dass zwei andere Mädels mich angesprochen haben 😉 ist noch ungewohnt 😀

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