Auch Turnier kann Training sein

Kiel-Nordmarksportfeld !!

Heute war Teddy endlich wieder an der Reihe. Und es war früh. Sogar sehr früh. 09:24 hört sich erstmal nicht so früh an, aber wenn man bedenkt, dass man zum Stall fahren, anhängen, einpacken, Pferd verladen, nach Kiel fahren, Gelände abgehen, Pferd einflechten, fertigmachen und abreiten muss, ist es plötzlich doch sehr sehr früh. Vor allem an einem Sonntag 😉 Aber wir trotzten diesen Bedingungen… Teddy sollte endlich wieder los. dadurch, dass Alani dieses Jahr eine so straffe Saison hat, fällt Teddy häufiger leider hinten runter 🙁 Man kann nunmal nicht alles immer gleichzeitig schaffen. Also aufstehen und nach Kiel zum Stil A Gelände fahren.

Ich hatte noch kurz überlegt, ob ich überhaupt abgehen muss, denn ich war schon ein paar Mal in Kiel und es war zu 90% die gleiche Strecke. Aber ich flitze trotzdem kurz durch, denn die Hindernisse hatten sich sehr wohl verändert. Hier und da. Viele schmale Sprünge, viele Gräben und einige verzwickte Wege. Also, ehrlich gesagt für Stil A* fand ichs schon etwas zu viel des Guten. Aber sicherlich ein gutes Training für Teddy und gleichzeitig eine Abfrage, wie weit er momentan so ist.

Zwischendurch muss ich Euch noch kurz erzählen, dass wir das Turnier in Kiel (weil Gelände) dazu benutzt haben, Flagge für Andreas Ostholt zu zeigen – parallel zu den olympischen Spielen hatte ich mein Fanshirt an, auch während des Kurses! Denn nach dem ganzen Skandal: JETZT ERST RECHT !!

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Beim Abreiten hab ich gedacht, Teddy springt nicht über einen Sprung im Kurs. Er war mal wieder angespannt, glotzig, galoppierte nicht unbedingt vor mir her.. naja, wie er manchmal so ist.. dann steht er zum Beispiel beim ersten Probesprung (total peinlich … hahaha), aber ich weiß ja, wie er ist. Auf der Wegestrecke (diese geht einmal um die Sandbahn entgegengesetzt zum Start der Geländestrecke) war er auch noch sehr glotzig, scheute vor jedem Blatt auf dem Boden und ich versuchte eigentlich nur, Ruhe zu bewahren.

Und dann: 10… 5,4,3,2,1 – los gehts. Und Tedman war an! Zack, hat er plötzlich nen anderen Galopp, der Gang ist drin und einiges ist möglich. 1,2,3,4 kein Problem um die Rennbahn – mit nem schönen Tempo. 5 war eine Ecke, an der ich vor einiger Zeit schonmal Probleme hatte, weil sie aus der Wendung kommt, aber diesmal kein Thema. 6, ein Tisch.. nur Fliegen ist schöner. Und dann ging es auf den eigentlichen Geländeplatz. Da hat man dann nicht mehr so viel Platz zum Galoppieren und die Wege werden schmal. 7, der Absprung und 8, ein Trakehner (der erste Graben) mit einer kleinen Hilfegebung genommen und dann Richtung 9ab (Coffin), da müssen die Pferde Mut beweisen, weil sie echt ins Dunkle nach unten rein müssen, dann gleich den offenen Graben (Nr.2) und wieder raus. Das hat er auch brav gemacht! Durchs Wasser, 2x Schweinerücken – Teddy war artig! 12 dann der Wassereinsprung, sehr schmal, aber auch das kein Problem fürs Ted. Auch, wenn er beim Landen so extrem nach links gesprungen ist 😀 Wahrscheinlich doch wieder ein wildes Pokemon! 13 war dann meine größte Baustelle, ein offener Graben mit Wasser bis zur Kante. Garnicht Teddys Ding (Graben Nr.3), aber er ließ sich nicht beirren und mit einem großen Satz ging es rüber. Ab dem Moment war ich mir eigentlich sicher, dass wir 0 nach Hause kommen. 14,15 kein Problem. Und dann war die Linie auf 16 etwas blöd, ausm Wald raus und die 16 war ein kleines Trapez mit großen weißen Fangständern an der Seite. Als Teddy dann ausm Wald rauskam, sah er das Ding und haute die Hacken in den Teer. Da war auch von meiner Seite echt nicht viel zu machen. Wenn er was nicht will, dann will er das halt nicht 🙁 Beim zweiten Anlauf ist er dann brav rüber, dann war unser Fluss aber bisschen raus, deswegen kamen wir zu 17 dicht und bei 18,19 passte alles wieder und wir kamen ins Ziel.

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Klar ärgerte mich der Stop, aber alle schweren Sachen hatte er ja gut gemacht und bei dem einen Ding hat er sich halt irgendwie verjagt. Keine Ahnung warum. Aber bis dahin war das Gefühl gut und es hat Spaß gebracht. Was mich viel mehr ärgerte, waren die Richter. Die gaben mir ernsthaft als Grundnote eine 6,0. Anscheinend wollten sie es nicht so sehen, wenn man sein Pferd ein bisschen unterstützen muss oder ihnen hat meine Nase nicht gepasst 😀 Weil so schlecht wars jetzt nicht. Klar bin ich mit einem Stop nicht mehr platziert, das ist ja völlig klar, aber die Grundnote hab ich jetzt nicht unbedingt verstanden.

Egal, Richter sind halt Richter. Mal läufts besser als gedacht, mal schlechter 😉 Kein Problem, denn ich bin mit der Leistung meines Ponys ganz zufrieden, er hatte Bock, auch morgens schon beim Losfahren und soweit war alles gut. Mit Teddy ist es eben immer ein bisschen anstrengend, weil er so glotzig ist und man keine Sekunde das Bein vergessen darf, sonst sitzt man schnell mal neben ihm 😀

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Anita Radtke Fotografie – gepostet auf Facebook

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