3-Day-Event

Everswinkel !

Hier habe ich Euch eine kleine Galerie zusammengestellt. Die Eindrücke, die ich an diesen 3 Tagen in Everswinkel gemacht habe, waren wirklich fesselnd. Ein Turnier mit sehr viel Liebe zum Detail und absolut internationaler Atmosphäre. 4 Stallzelte und LKWs, soweit das Auge reicht…

Ich bin zuvor noch nie ein 3-Day-Event geritten und wusste weder wie Alani darauf reagiert, noch wie das alles überhaupt läuft und funktioniert. Der erste Schritt war, es zu schaffen, nicht am Donnerstag zu reiten und das hat schonmal geklappt! Ich hab es echt gefeiert, als die Startzeiten kamen! Fr, 14:30 🙂 Super, das bedeutete, dass wir erst am Freitag losmussten. Everswinkel liegt bei Münster, also die Fahrtzeit war lang! Ich rechnete eigentlich mit 3,5h, letztlich sind wir aber 4 gefahren…

Die Dressur am Freitag lief ganz gut, ich war etwas unzufrieden mit meiner Leistung, aber die Noten waren wirklich gut! In der Lektion „Viereck vergrößern“ hat er sich leider etwas verworfen, aber das war der einzige „Patzer“. Ansonsten bin ich endlich mal ordentlich abgeritten und daher war Alani auch schön locker! Ergebnis: 52,0 –> 20. Platz nach Dressur

Abends war ein gemeinsames Essen mit Briefing. Ein Punkt auf der Tagesordnung, unter dem ich mir noch garnichts vorstellen konnte. Es war wirklich wichtig, denn der Veranstalter ist nochmal wichtige Dinge durchgegangen wie die Überwindung oder Fehler bei MIM-Hindernissen, die Zeiteinteilung und andere Themen.

Am Samstag war dann die große Vorstellung: Das Gelände. Ich bin Freitag abend schon einmal abgegangen und Samstag dann nochmal mit dem Rad abgefahren. Beim ersten Mal gehen war ich wirklich beeindruckt und etwas „überwältigt“.. Viele aufeinanderfolgende Aufgaben, die viel Mut des Pferdes und gutes Handling des Reiters erforderten, eine Menge hell & dunkel Unterschiede, hoch und runter. Oft konnte das Pferd erst ganz kurz vorm Sprung die Aufgabe erkennen. Das war ein großer Unterschied zu Luhmühlen. Gottseidank traf ich noch unseren Bundestrainer Hans Melzer vorm Fertigmachen. Er machte mir Mut.

„Benutze deine Augen, es ist nur anders als Luhmühlen.“

Selbst kurz vorm Start war ich noch etwas aufgewühlt. Ich hatte so einige Sprünge, bei denen ich mir nicht sicher war. Und dann gings los. Wie immer kommt Alani erst nach ein bisschen Strecke so richtig in Wallung. Trotzdem klappte Sprung 4, das Bullfinsh super. Auch das erste Wasser war kein Problem.. Raus aus dem Wald, die Tischkombi und auch die Ecke mit riesen Sätzen und vor allem super in meinen Minutenpunkten. Und dann kamen die Sprünge, bei denen man zwischendurch kaum noch Zeit hatte.. Zweites Wasser (Schweinerücken-Kombination ins Wasser) nahm er sich gut zurück, weil er doch sehr beeindruckt war von dem Platz, den Kran, den Zuschauern. Dann in den Wald, offener Graben in der Senke, alles kein Problem und mit großen Sätzen. Und dann noch die letzte Hürde: 16/17/18 – Haus bergab, dann scharfe Kurve, superschmal und wieder steil bergauf und direkt links an der Ecke der nächste. Alani bewies seine Klasse und machte auch diese Klippe wiedermal wie ein Großer. Und dann nur noch nach Hause und das fast in der Zeit !!! Nur 2 sec drüber –> 52,8 und 13. Platz nach Gelände !!

Tag 3: Morgens Verfassung. Ziemlich ungewohnt, dass einen Tag nach dem Gelände jemand guckt, wie Alani trabt. Ich hab mir doch ein paar Sorgen gemacht, ob er dicke Beine hat, ob er gerade läuft, ob er gut drauf sein wird. Aber alles unbegründet – Er war sofort „accepted“. Kein Problem. Er war gut drauf, die Beine sahen super aus und selbst auf dem doch recht harten Grasboden lief er einwandfrei. Zum Springen musste ich mich dann etwas beeilen. Umgekehrte Startfolge macht einen ja doch irgendwie ein bisschen nervös. Der Parcours war ordentlich aufgebaut, nicht ganz so schwer wie Luhmühlen, aber auch anspruchsvoll genug. Und das merkte man auch an der Anzahl der Fehler der Starter. Ich behielt die Nerven nicht 100%, verzählte mich einmal in der Distanz zur Kombi und schickte ihn einen Galloppsprung zu früh los.. das konnte natürlich nix werden, da hatten wir dann einen um. Doch trotz meines kleinen Fehlers wurde wir noch 11. !!! Denn auch die Reiter vor mir hatten noch einige Fehler, sodass das Feld ein wenig durcheinandergewirbelt wurde.

Endergebnis: 11.Platz mit 56,8 !!

Ein echter Wahnsinn.. das hätte ich mir bei dem Starterfeld nicht erträumen lassen.

Bilder von mir, Christiane Jahnke, Anette Dölger & Ronald Hogrebe

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